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So viel zu berichten und so wenig Zeit

Posted by on 21. August 2015

Entschuldigung an alle, die regelmäßig auf unserer Website nach Updates schauen: In den letzten 14 Tagen sind wir einfach zu nichts gekommen. Aber der Reihe nach:

An Tag 15 fing Fräulein Dunkelgrün an die getrunkene Milch zu erbrechen und wurde sehr schlapp. Ich habe sie erst einmal selbst behandelt und mit Flüssigkeit unter die Haut versorgt. Nachdem sie am 17. Tag aber immer noch nicht viel besser war und auch nicht mehr gut trank hat sie dann einen Tag in einer Tierarztpraxis verbracht und Infusionen bekommen. Danach ging es dann langsam wieder bergauf. Nachdem sie am Anfang ja der schwerste Welpe des Wurfes war hatte sie nun ganz schön abgebaut und nur noch Fräulein Rot und Gelb waren schwerer als sie. Sie trank dann wieder gut und nahm auch wieder zu und war somit erstmal über den Berg. Dann fiel uns aber nach und nach immer mehr auf, dass Fräulein Dunkelgrün vor allem nach dem Aufwachen ständig pendelnde Kopfbewegungen machte und sich in engen Kreisen drehte was keiner der anderen Welpen zeigte. Mein Verdacht – in Verbindung mit dem Erbrechen – ging in Richtung Lebershunt. In dieser Woche hatten wir mit ihr dann einen Termin im Tiergesundheitszentrum Grußendorf.  Dorthin fährt man von uns aus ca. 1 1/2 Stunden. Hannes und Anouk sind also zu Hause bei den anderen Welpen geblieben und ich habe mich mit Allie und Fräulein Dunkelgrün auf den Weg nach Bramsche gemacht. Die Fahrt hat die kleine Maus profimäßig überstanden und entweder geschlafen oder gesäugt – auf jeden Fall war es die ganze Zeit über still. In Bramsche wurde sie genau untersucht, es wurde Blut abgenommen und ein Bauchhöhlen-Ultraschall gemacht. Die Blutwerte waren zwar zum Teil verändert aber immer jeweils nur geringfügig. Vor allem der Ammoniak im Blut war – obwohl sie ja nicht nüchtern war – eher niedrig so dass es vom Blutbild her keinen Hinweis auf einen Lebershunt gab. Auch im Ultraschall sah die Leber und auch Blase und Nieren unauffällig aus.
Es wurde aber bei der sonstigen Untersuchung festgestellt, dass sie anscheinend kaum etwas sehen kann. Der „Wattebauschtest“ war negativ und setzt man sie in fremder Umgebung ab und entfernt sich mit Allie von ihr dreht sie sich wieder im Kreis und läuft zum Teil gegen Gegenstände wie zum Beispiel den Untersuchungstisch. Die Augenspezialistin schaute dann ihre Augen an und stellte fest, dass alles ganz normal aussieht und keine Veränderungen von Netzhaut oder Sehnervpapille festzustellen sind. Die „Blindheit“ (wir wissen nicht genau, ob sie tatsächlich momentan gar nichts sieht) scheint also zentral zu sein – sprich vom Gehirn auszugehen.
Wir vereinbarten dann, erst einmal noch 14 Tage abzuwarten und sie weiter zu beobachten. Dann wird nochmal ein speziellerer Test zur Diagnostik in Richtung Lebershunt gemacht (auch ein Lebershunt kann eine zentrale Blindheit auslösen – das sog. hepatoenzephale Syndrom) und ansonsten müssen wir möglicherweise ein MRT von ihrem Kopf machen lassen, um einen „Wasserkopf“ oder Hydrocephalus festzustellen oder auszuschließen. Das ist natürlich alles sehr aufwendig aber wir möchten natürlich wissen, was sie genau hat und hoffen, dass es sich behandeln lässt und ihre Sehfähigkeit sich vielleicht wiederherstellen lässt. Außerdem ist es natürlich für die Vermittlung sehr wichtig, eine Prognose für die Zukunft zu haben.
Zum Glück kommt Miss Dunkelgrün im Auslauf und mittlerweise auch draußen mit ihren Geschwistern, Allie und Anouk und uns als Hilfe sehr gut zurecht und ist ansonsten fit und spielt auch toll mit den anderen und Spielzeugen.

Allen anderen Welpen geht es prima! Alle werden seit dem 22. Tag zugefüttert: zuerst mit Ziegenmilch, nach und nach verfeinert mit Honig, Eigelb und Schmelzflocken, dann auch mit Rindertatar und Rinderhackfleisch. Alle fressen sehr gut und auch Allie lässt sie zum Glück noch regelmäßig säugen. Im Auslauf sind alle schon sehr sicher unterwegs – selbst auf den Fliesen. Nach und nach wurde dann noch zuerst der Wintergarten und von dort der Zugang zum Garten erkundet und erobert. Mittlerweile laufen alle Welpen selbstständig auch nach draußen und erweitern immer mehr ihren Radius. Spielzeuge werden super angenommen, die Beißhemmung wird fleißig aneinander trainiert (schließlich tut es ganz schön weh, wenn man vom Bruder oder der Schwester mit spitzen Welpenzähnen ins Ohr gebissen und geschüttelt wird und man muss erst jammern und sich dann wehren) und auch mit uns. In Hände beißen ist nämlich auch verboten! Im Auslauf gibt es ein „Welpenklo“, dass mehr oder minder gut von einigen Welpen genutzt wird. Mittlerweile werden aber viele Geschäfte auch draußen auf dem Rasen erledigt – zumindest wenn man schnell genug ist die Welpen nach dem Aufwachen nach draußen zu locken.
Auch draußen wird jede Neuheit neugierig erkundet: die Welpen laufen problemlos über eine Kieselsteinmatte und ein Gitterrost und klettern in das große bunte Ballparadies. Heute wurde der Rasenmäher und die Schubkarre in Augenschein genommen und für interessant befunden. Es gibt also immer etwas zu entdecken und es wird ganz sicher nicht langweilig! Fotos haben wir leider in den letzten Tagen  nicht so viele gemacht, aber ein paar werde ich in den nächsten Tagen doch hochladen. Videos gibt es aber auf jeden Fall, zum Beispiel hier, hier, hier und hier.

Fortsetzung folgt 🙂

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